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Was bin ich schon

Ich putze, rauche. In einer Verfassung, als wäre es einfach das, was ich tun muss. Immer und immerzu.
Ich habe den ganzen Tag gesnifft. Eben nochmal 30mg. Jetzt habe ich noch 10mg und bilde mir einfach ein, morgen geht alles normal weiter. Kein Entzug.

Wer bin ich. Was bin ich. Was will ich.

Zufrieden, aber nicht glücklich. So habe ich es meinem Psychologen geschildert. Dass ich süchtig bin weiß er nicht.
Nach dem Sommer will ich clean sein. Restart.

Disziplin. Ich muss einfach endlich mehr Disziplin entwickeln. Ich plane sie gemütlich voller Euphorie. An der Umsetzung scheitere ich immer.

Ich will disziplinierter, planvoller, organisierter Leben. Aber ich schaffe es nicht. 

18.7.10 21:47


Aufgebraucht

Eben die letzten 10g gezogen. Ob ich produktiv was gemacht hab heut Abend oder nur im Kreis gewerkelt... ich weiß es nicht. Die Bügelwäsche ist wenigstens erledigt.

Ich bin müde. Könnte schlafen. Ob diese letzte Line nochmal etwas Wirkung zeigen wird? Ich möchte wenigstens noch für morgen früh soweit alles herrichten.
Habe einn Weckruf eingerichtet. Sicher ist sicher.
Meine Wohnung ist ein riesiges Chaos.
Es muss endlich alles besser werden!
Ich würde gerne so viel schreiben. Aber irgendwie... ich bin zu träge.

19.7.10 00:25


...

Ich habe nichts mehr und wünschte doch, irgendwo würde ich noch etwas finden.
Dem wird nicht so sein. Ich bin müde. Wie der morgige Tag wohl wird?

Eine Zigarette noch und ein Kaffee. In viereinhalb Stunden stehe ich (hoffentlich!!) schon wieder auf.
Ich wünsche mir, dass der Tag gut wird.
Es wird schon alles wieder gut werden.
Ich bin müde und neben der Spur.
Schluss jetzt.

19.7.10 01:51


80 € muss ich an meinen Psychologen zahlen. Weil ich die Stunde heute 20 Minuten vorher abgesagt habe. Dass ich Kopfschmerzen habe hat er mir offensichtlich nicht geglaubt. Und eigentlich könnte er stolz drauf sein. Hab ja auch keine. Ich konnte einfach, wie die ganze Woche, nicht wach sein. Aber 80 €... leck' mich am Arsch! Das ist fast zehn Mal reiten. Ob er ein schlechtes Gewissen hat sowas von einer Patientin zu fordern die ihm konstant von Geldproblemen und Kontopfändung erzählt? Vermutlich nicht. Es geht letztendlich doch immer um's Geld.
Und ich bin sowieso und werde zunehmend ein schlechter Mensch.
Trotz der großen Roten habe ich weitergeschlafen heute Morgen. Wach war ich erst nach dem Rückruf des Psychologen - vor lauter schlechtem Gewissen und Verzweiflung über so viel Geld und Verachtung für meine nicht-vorhandene Selbstdisziplin. '
Ich nehm die andere große Rote jetzt auch noch. Entweder sie verpufft oder ich werde einfach nur hibbelig-nervös. Die sensationelle Wirkung ist weg. Schade.
Ich sollte hier dringend noch einmal wenigstens Durchstarten und Aufräumen und Putzen. Es sieht verheerend aus. Ich schäme mich sogar vor meinen Katzen.
Und der ersehnte Urlaub, den ich auch zum Ausschlafen des Entzugs hätte nutzen wollen und müssen, den werde ich nicht haben.
Mein Chefin erläuterte mir gestern, dass sie mich sehr dringend braucht.
Ich konnte nicht nein sagen. Wie auch?

23.7.10 11:21


Ich fühle mich völlig überfordert, ich sehe gerade gar kein Land.
So gerne hätte ich jetzt Mama bei mir. Aber ich kann ihr meine riesige Sauerei nicht zumuten.
Das schlechte Gewissen plagt mich noch immer wegen der Therapiestunde und den 80 €. Ich bin so schlecht. Ich werde immer schlechter. Und unfähiger.
Ich möchte weinen.
Ich will es doch nur schaffen.
Vorhin ist Alice durch ein Loch im Netz gekrabbelt und lief außen auf der Balkonbrüstung. Ich konnte sie gerade noch fassen. Jetzt kann ich die Katzen nicht mehr raus lassen. Der Rollo ist zu. Ich kann nicht lüften. Aber es stinkt.
Vorhin ein Anruf aus der Chefetage. Ich muss nicht auf WG 10 sondern doch auf WG 8. Ich will gar nicht. Ich bin extra ausgestiegen vor einem Jahr. Und doch darf ich dieses Jahr wieder nicht den ersehnten und erträumten Sommerurlaub machen. Ich muss aushelfen und sogar mit auf Freizeit fahren. Mir kommen Tränen.
Mein Leben bleibt total auf der Strecke.
Ohne Vitamin R wäre ich längst weggekippt.
Ich sitze hier und weiß gar nicht wo ich anfangen und aufhören soll. Und die Zeit rennt und rennt. Bald muss ich los zur Arbeit. Ich werde erst spät nachts wieder nach Hause kommen. Und morgen in den Nachtdienst. Und dann ist das Wochenende vorbei. Keine Zeit für Erholung.

23.7.10 14:12





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